Die erste Woche im Feld...

Das erste Grün beginnt zu sprießen...Raus aus dem Büro, hinein in die Au! Eine Woche Kartierarbeit ist nun vorüber, viele spannende Wochen habe ich noch vor mir…
Im Zuge meiner Diplomarbeit, welche ich im Rahmen meiner Tätigkeit beim WWF durchführen kann, erhebe ich die Wasservogelgemeinschaften der Nebengewässer in den Marchauen. Dafür werde ich innerhalb von drei Monaten die Gewässer auf der Strecke von Hohenau a.d. March bis Marchegg (etwa 50 Fluss-km) mehrmals kontrollieren.
Welche Arten kommen in welchen Gewässern vor und brüten eventuell auch dort? Hat sich die Situation im Vergleich zu früheren Erhebungen verändert? Wenn ja, warum? Weil das Gewässer sich verändert hat oder weil das heurige Frühjahr vielleicht besonders trocken oder feucht wird? In welcher Beziehung stehen Gewässer- und Umfeldparameter zu der Artenzahl, -dichte und dem Artenreichtum?
Viele Fragen, die es zu klären gilt.
Doch ich bin nicht allein unterwegs. Ab Mai wird Johanna Scheiblhofer die Vegetationsausstattung und -struktur und Martina Staufer die Libellenfauna an den Augewässern erheben.

Meine „Top-Vogelart“ der Woche: Moorente (Aythya nyroca) bei Hohenau.
Die Moorente ist eine Anhang I-Art der VS-Richtlinie und sehr gefährdet. In den March-Thaya Auen ist die Art ein unregelmäßiger Durchzügler, wird aber von Zeit zu Zeit auch in der Brutzeit angetroffen.

The Morava-Dyje Platform

Das March-Thaya (MARTHA) Forum

ist eine Kooperationsplattform von WissenschafterInnen, Natur- und Umweltschutzorganisationen, die an March und Thaya aktiv sind. Unser Ziel ist es, eine nachhaltige Entwicklung in der Region voranzutreiben und aktuelle Bedrohungen von der einzigartigen Flusslandschaft im Herzen Europas abzuwenden.

Zufallsbild

Eine Seltenheit: Rund um Bernhardsthal gibt es noch gewundene Feldwege, die das vertraute Landschaftsbild in der Region lange geprägt haben. Vielerorts sonst sind sie der immer intensiveren Landwirtschaft zum Opfer gefallen. Bzw. dem Irrglauben, Feldraine seien sozusagen nichts wert und breite, zugeschotterte Zubringerstraßen für Schotter-LKWs wären ein Fortschritt - das kann man leider derzeit im Raum Marchegg beobachten!

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